# münchner immobilien fokus: „Stadtplaner in München stehen vor einer Aufgabe, die der Quadratur des Kreises gleicht.“

München, 11. Mai 2017, Autor: Ulrich Riediger

Am Donnerstag, den 4. Mai 2017 veranstaltete die Aigner Immobilien GmbH und die Steuerkanzlei convocat wieder ihren münchner immobilien fokus im Münchner Literaturhaus. Der Event, der zweimal im Jahr stattfindet, hat sich seit seiner ersten Ausrichtung im Jahre 2009 mittlerweile als wichtiges Informationsforum für Immobilieneigentümer und -investoren etabliert. Rund 300 geladene Besucher zeigten auch diesmal wieder großes Interesse an der Veranstaltung.Diskutiert wurde die Herausforderung, vor der die Stadtplaner in München aktuell stehen: Die Nachfrage nach hochwertigen Gewerbeimmobilien boomt und die Stadt benötigt gleichzeitig dringend (bezahlbaren) Wohnraum. Das Thema des Abends war deshalb auch, ob denn München überhaupt noch Platz für neue Gewerbeimmobilien hat und ob vielleicht im Umland die Lösung liegt.

Andreas Götzendorfer, als Vertreter der Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft, behandelte die Fragestellung des Abends in einem Impulsvortrag, dem im Anschluss eine Podiumsdiskussion folgte. Die Diskussionsrunde war mit Dr. Jürgen Büllesbach, Mitglied der Geschäftsführung der Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG, Dipl.-Kfm. Alexander Hofmann, Geschäftsführer der Baywobau GmbH, Dipl.-Ing. Helmut Thiele, MRICS, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, Mitglied im Gutachterausschuss München, den Veranstaltern Thomas Aigner, Inhaber der Aigner Immobilien GmbH, und Regine Funke-Lachotzki, Partnerin der convocat GbR hochkarätig besetzt. Die Diskussion moderierte Rechtsanwalt Walter Hornauer von der Münchner Kanzlei Burger & Meyer-Gutknecht.

Es zeigte sich, dass die Aufgaben, die die Stadtplaner zu bewältigen haben, einer „Quadratur des Kreises“ gleichen, so Andreas Götzendorfer von der Stadt München. Die nahezu unlösbare Herausforderung besteht darin, mit den wenigen zur Verfügung stehenden Flächen sowohl die Nachfrage nach gewerblichem Immobilienbedarf zu decken als diese auch für den dringend benötigten Wohnungsbau zu nutzen.

Die Bereitstellung von Gewerbeflächen für den Zuzug großer internationaler Unternehmen sei wichtig, um die Gewerbesteuereinnahmen für die Infrastrukturfinanzierung sicherzustellen. Andererseits bedeuteten mehr Unternehmen aber auch mehr Mitarbeiterzuzug und damit noch höhere Nachfrage nach Wohnraum. Die Vertreter der Immobilienwirtschaft regten einmal mehr an, nicht nur in die Breite zu wachsen, sondern endlich auch sehr viel mehr in die Höhe. Thomas Aigner: „In Frankfurt gehören Wohnhochhäuser mittlerweile zum guten Bild der Stadt. München hat hier noch viel Nachholbedarf und Potenzial.“ Gerade auch deshalb, weil die Umlandgemeinden offensichtlich nicht sehr viel politisches Interesse daran haben, mit der Stadt München gemeinsam zu wachsen. Denn Wachstum bedeutet für die Umlandgemeinden immer auch einen hohen Finanzaufwand für die Erweiterung der Infrastruktur. Und hier möchten viele Kommunen und ihre Bürger oftmals alles lieber so belassen, wie es ist.

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