münchner immobilien fokus lieferte Antworten: Bezahlbarer Wohnraum für 6,5 Millionen Einwohner – schafft die Metropolregion München die Anforderung für 2030?


München, 22. April 2016, Autor: Ulrich Riediger

Am Dienstag, dem 19. April 2014, kamen über 300 geladene Gäste, überwiegend private und gewerbliche Immobilieneigentümer, Investoren und Branchenfachleute, zum münchner immobilien fokus in das Münchner Literaturhaus. Veranstalter sind seit 2009 die Aigner Immobilien GmbH, eines der großen Immobilienmakler-Unternehmen in der Metropolregion München, und die Kanzlei convocat GbR. Schwerpunktthema war dieses Mal der zunehmende Wachstumsdruck, der auf der Landeshauptstadt lastet, und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die gesamte Region.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Alain Thierstein, Professor für Raumentwicklung an der Technischen Universität in München, und die von ihm mitbetreute Studie „WAM Wohnen-Arbeiten-Mobilität“. Sie lässt wichtige Rückschlüsse für die zukünftige Raumplanung zu. Als Konsequenz aus den Studienergebnissen wird angeregt, die Siedlungsstruktur, die Flächenausweisung und die Verkehrsangebote sehr viel stärker als bisher stadt-, gemeinde- und landkreisüber-greifend gemeinsam zu koordinieren.

Empfohlen werden „Zusammenarbeits- und Erreichbarkeitsstrategien“, um stabilere Regionalzentren zu schaffen. Der Schlüssel der Raumnutzung liegt darin, die begrenzten Flächen der Zentren intensiver und dichter als bisher zu nutzen und wertvolles Bauland nicht zu verschwenden. Die Zukunft der Mobilität liegt im groß- flächigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Im Anschluss an den Vortrag diskutierte eine hochkarätig besetzte Expertenrunde das Thema und stellte sich anschließend den Fragen der Gäste.

Die Diskussion leitete Rechtsanwalt Walter Hornauer, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht bei der Anwaltskanzlei Burger & Meyer-Gutknecht. Die Experten der Runde waren, neben Prof. Alain Thierstein, Stefan Kern, Erster Bürgermeister der Münchner Landkreisgemeinde Brunnthal, Dipl.-Kfm. Wolfgang Wittmann, Geschäftsführer des EMM Europäische Metropolregion München e.V., Regine FunkeLachotzki, Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin bei der convocat GbR, und Thomas Aigner, Geschäftsführer und Inhaber der Aigner Immobilien GmbH.

Thomas Aigner wies darauf hin, dass bei über 30.000 Immobilien-Anfragen pro Jahr an sein Unternehmen aufgrund eines insgesamt rückläufigen Angebotsmarktes in der Landeshauptstadt ein Großteil nicht mehr befriedigt werden kann. Das Umland muss deshalb in das Wachstum dringend mit einbezogen werden. „Die Zukunft Münchens liegt in der Region“, so Thomas Aigner. Bauen müsse im Übrigen günstiger werden. Es wäre an der Zeit, die hohen, kostentreibenden und zum Teil überzogenen Bauauflagen wieder zurückzuschrauben und Bauen generell neu zu denken. Aigner nannte als ein mögliches Beispiel der Kostensenkung kürzere Lebenszyklen von Gebäuden, „statt hundert, vielleicht 50 Jahre“, und erinnerte auch im Zusammenhang mit der Pendlerproblematik an die steuerliche Förderung von Werkswohnungen in den 1960er-Jahren. (ur)

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